Inhalt: Fotografische Dokumentation von Exponaten aus der musealen Sammlung von Heimatforscher Rudolf Lidauer aus Holzleithen.

 

 

Die sehenswerte Sammlung in Hausruckedt, in der jedes Stück eine Geschichte hat, reicht von Teilen der ehemaligen Flügelbahn der Kohleförderung von Holzleithen nach Thomasroith, alten Gebrauchsgegenständen aus dem Leben der Bergleute, einem Römerstein gefunden in Englfing bis zu einem rekonstruierten Hexenkreis von der ehemaligen Redlalm und vielen sonstigen Kuriositäten aus der jüngeren Geschichte im Hausruckwinkel.

 

 

Hexenkreis rekonstruiert von Rudolf Lidauer aus gefundenen        Römischer Quaderstein gefunden in Englfing mit einer 

Überresten auf der ehemaligen Redlalm bei Wassenbrunn            Warnung vor Räubern als Inschrift. Beweis für einen 

im Hausruck. Heute nur noch Fundamente der Almhütte zu            römischen Weg über den Hausruck rechts der heutigen  

sehen.Vermutlich fanden hier spirituelle Versammlungen statt.       Bahnstrecke Richtung Tanzboden.

 

Propeller vom 1945 im Hausruck abgestürzten amerikanischem Flugzeug samt Brille des Piloten

 

Weitere Kuriositäten

Stellwerke, Grenzsteine der Kronprinz Rudolfbahn, Autohupe vom ersten Auto des Grafen von Wolfsegg, Buckelkraxe zur Kohleförderung, Wasserradkranz des Sägewerks in Bruckmühl, u.a.m.....

 

 

Findlingsstein 

Als offizielles Naturdenkmal registrierter Findling ausgegraben  2001 in Hausruckedt. Laut Expertise stammt der Stein aus dem Tauerngebirge und wurde mit dem Schmelzen der Eiszeitgletscher langsam bis zum Hausruck auf dem Eis mit einer Geschwindigkeit von 20m pro Jahr mitgeführt. Somit brauchte er ca 6500 Jahre für seine Reise zum Hausruck. Er wiegt in etwa 6,5to und als sogenannter Lochstein wurden er auch bis 1900 als heidnischer Kultstein mit Heilwirkung und sonstigen Kräften betrachtet. Der Stein ist öffentlich zugänglich und liegt direkt am Grubengeistweg oberhalb Hausruckedt.

 

 

Texttafeln im Museumsgebiet

Interessant auch der Aushang rechts. Hier wird von einer weiblichen Person berichtet, die 1946 einen stehengebliebenen Personenwaggon auf dem ehemaligen Verladebahnhof in Hausruckedt als Wohnung erwarb. Sie nannte sich Gräfin Mariza, aber ihr wirklicher Name war Anna Hubicek und es rankten sich viele Geschichten um sie. 1968 wurde ihr und ihrer Tochter von der Gemeinde eine andere Wohnung zugewiesen, da die Liegenschaft ein Schandfleck für die aufstrebende Fremdenverkehrsgemeinde war....

 

 

Die "Buglkraxn" (bairisch/österreichisch für Rücken-Kraxen/Tragegestell) war im Kohlebergbau ein unverzichtbares Transportmittel, um die Kohle aus den oft schwer zugänglichen, engen Stollen zu befördern. Die Bergleute trugen die abgebaute Kohle in diesen hölzernen Rückentragen von der Abbaustelle zum Förderwagen im Hauptstollen. Dies war besonders in der frühen Phase und in kleinen, steilen Flözen üblich. Dieser Holztragekorb war auch eine Leihgabe von Rudolf Lidauer an die Landesausstellung in Ampflwang 2006.

 

 

 

Diese ebenfalls im Besitz von Rudolf Lidauer befindliche Jenbacher Grubenlok JW 50 wurde am 10.12.1957 an die WTK - Wolfsegg-Traunthaler Kohlenwerke ausgeliefert. Im September 1986 bekam sie gemeinsam mit einem Kohlenhunt einen Denkmalplatz in Holzleithen vor einem extra angelegten Schaustollen. Das Stahlblech am Führerstand wurde zum Schutz vor Vandalismus aufgesetzt.

Techn Daten: Bauart B-dm, Typ JW50, Spurweite 580mm, Leistung 50 PS Gewicht 8 t, Vmax 17 km/h